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Eine Automationsplattform ist eine Softwarelösung, die die Werkzeuge, Infrastruktur und Konnektoren bereitstellt, um automatisierte Workflows zu erstellen, zu konfigurieren, auszuführen, zu überwachen und zu verwalten – ohne oder mit minimalem Programmieraufwand. Sie ist die technische Grundlage, auf der Prozessautomatisierungen aufgebaut werden: Sie verbindet Systeme, steuert Datenflüsse, verwaltet Trigger und protokolliert alle Ausführungen.

Automationsplattformen unterscheiden sich von klassischer Unternehmens-Software dadurch, dass ihr primärer Zweck die Integration und Automatisierung ist – nicht die Verwaltung einer spezifischen Funktion wie CRM oder ERP. Sie sind der „Klebstoff“ zwischen bestehenden Anwendungen und Systemen.

Kernfähigkeiten einer Automationsplattform

Konnektoren

Vorgefertigte Integrationen zu Drittanbieter-APIs und -systemen

Workflow Editor

Visueller oder codebasierter Editor für Workflow-Design

Trigger-System

Zeit-, event- und webhook-basierte Auslöser für Workflows

Workflow Engine

Zuverlässige Ausführung, Fehlerbehandlung und Retry-Logik

Monitoring

Echtzeit-Überwachung aller Ausführungen und Fehler

Datentransformation

Aufbereitung, Filterung und Umstrukturierung von Daten zwischen Systemen

Marktüberblick: Bekannte Automationsplattformen

Auswahlkriterien für eine Automationsplattform

Die Wahl der richtigen Automationsplattform hängt von mehreren Faktoren ab: technische Komplexität der geplanten Workflows, benötigte Konnektoren, Skalierbarkeitsanforderungen, Hosting-Präferenzen (Cloud vs. Self-Hosted), Budget und die technische Kompetenz der Nutzer. Eine Plattform, die für einfache Zwei-System-Verbindungen ausreicht, kann bei komplexen Multi-System-Workflows mit konditionaler Logik an ihre Grenzen stoßen.

Praxisbeispiel

Ein mittelständisches Handelsunternehmen evaluiert Automationsplattformen. Anforderungsprofil: 15–20 geplante Workflows, darunter Bestellverarbeitung, Rechnungseingang, CRM-Synchronisation und automatische Reports. Benötigte Konnektoren: SAP, Salesforce, Shopify, DHL, Microsoft 365. Entscheidung: Make. Begründung: Alle benötigten Konnektoren verfügbar, visuelle Workflow-Darstellung ermöglicht auch nicht-technischen Mitarbeitern die Nachvollziehbarkeit, Preismodell skaliert mit Volumen. Sechs Monate nach Einführung laufen 18 Workflows produktiv, die täglich rund 1.400 Vorgänge automatisiert verarbeiten.

Anna Sommer

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