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digitale Souveränität.
digitale Souveränität

Datenqualität bezeichnet das Ausmaß, in dem Daten für den beabsichtigten Verwendungszweck geeignet sind – gemessen anhand von Kriterien wie Vollständigkeit, Genauigkeit, Konsistenz, Aktualität, Einzigartigkeit und Gültigkeit. Hohe Datenqualität bedeutet nicht, dass Daten perfekt sind, sondern dass sie so gut sind, dass die Prozesse, die auf ihnen basieren, zuverlässig und korrekt ablaufen können.

Datenqualität ist die größte stille Bedrohung für Automatisierungsprojekte: Ein Workflow kann technisch einwandfrei implementiert sein – und trotzdem falsche Ergebnisse liefern, weil die Eingangsdaten fehlerhaft, unvollständig oder widersprüchlich sind. Datenqualitätsprobleme zeigen sich in der Automation kompromissloser als in manuellen Prozessen, weil kein Sachbearbeiter mehr ausgleichend eingreift.

Die sechs Dimensionen der Datenqualität

Vollständigkeit

Sind alle notwendigen Felder vorhanden? Fehlende Pflichtfelder sind der häufigste Stopper für automatisierte Prozesse.

Genauigkeit

Entsprechen die Datenwerte der Realität? Falsche Adressen, fehlerhafte Preise, veraltete Ansprechpartner.

Konsistenz

Stimmen dieselben Daten über verschiedene Systeme überein? Unterschiedliche Kundenadressen in ERP und CRM.

Aktualität

Sind die Daten noch gültig? Veraltete Lieferantenkontakte, abgelaufene Preisvereinbarungen.

Einzigartigkeit

Existiert jede Entität genau einmal? Doppelte Kundendatensätze führen zu doppelten Rechnungen oder fehlenden Zusammenfassungen.

Gültigkeit

Entsprechen die Daten definierten Formaten und Regeln? IBAN-Format, PLZ-Länge, Pflichtfeld-Typen.

Datenqualität in Automatisierungsworkflows sichern

Praxisbeispiel

Ein automatisierter Lieferanten-Onboarding-Prozess scheitert in 31 Prozent aller Fälle. Analyse: 14 Prozent wegen fehlender IBAN (Vollständigkeit), 9 Prozent wegen ungültigem IBAN-Format (Gültigkeit), 8 Prozent wegen doppelter Lieferantennummer (Einzigartigkeit). Maßnahmen: Eingabeformular mit Echtzeit-IBAN-Validierung erweitert. Duplikatprüfung als erster Schritt im Onboarding-Workflow integriert. Wöchentlicher automatischer Datenqualitätsbericht für den Einkauf eingeführt. Ergebnis nach 8 Wochen: Fehlerrate sinkt von 31 auf 4 Prozent. Die 4 Prozent sind echte Ausnahmen (Lieferanten ohne SEPA-Konto), die manuell behandelt werden müssen.

Anna Sommer

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