Eine Innovationsstrategie ist ein langfristiger Plan, der festlegt, in welche Arten von Innovationen ein Unternehmen investiert, welches Ambitionsniveau angestrebt wird und wie Innovationen systematisch generiert, bewertet und umgesetzt werden. Sie gibt der Innovationsarbeit eines Unternehmens Richtung und Rahmen – und verhindert, dass Innovation als zufälliges Ereignis oder isoliertes Projekt stattfindet.
Eine Innovationsstrategie ist kein Selbstzweck. Sie leitet sich aus der Unternehmensstrategie ab und beantwortet konkret: Wo wollen wir uns durch Innovation differenzieren, und welche Ressourcen sind wir bereit dafür einzusetzen?
Innovationstypen und Ambitionsniveaus
- Inkrementelle Innovation: Bestehende Produkte, Dienstleistungen oder Prozesse werden schrittweise verbessert – geringes Risiko, überschaubare Investition, gut planbar
- Adjacente Innovation: Bestehende Stärken werden in neue Märkte oder Anwendungsfelder übertragen – mittleres Risiko, erfordert gezielte Marktanalyse
- Radikale Innovation: Völlig neue Produkte, Geschäftsmodelle oder Technologien werden entwickelt, die bestehende Marktstrukturen verändern – hohes Risiko, aber potenziell hohe Differenzierungswirkung
Bestandteile einer Innovationsstrategie
- Innovationsfelder: In welchen Bereichen soll innoviert werden – Produkt, Prozess, Geschäftsmodell, Kundenerfahrung?
- Ressourcenallokation: Wie viel Budget, Zeit und Personal wird für Innovation reserviert?
- Ideengenerierung: Wie entstehen neue Ideen – intern durch Teams, extern durch Kunden, Partner oder Marktbeobachtung?
- Bewertung und Priorisierung: Nach welchen Kriterien werden Ideen weiterverfolgt oder verworfen?
- Umsetzungsprozess: Wie wird aus einer Idee ein Pilot, und wie wird aus einem Pilot eine skalierte Lösung?
Automatisierung als Enabler von Innovationsstrategie
Automatisierung und Innovationsstrategie sind eng verknüpft: Unternehmen, deren Mitarbeiter einen Großteil ihrer Arbeitszeit mit Routineaufgaben verbringen, haben wenig Kapazität für strategisches Denken, Experimente und Innovationsprojekte. Indem Automatisierung diese Routinearbeit übernimmt, werden Ressourcen freigesetzt – Zeit, kognitive Kapazität und Budget –, die in Innovationsvorhaben investiert werden können.
Praxisbeispiel
Ein mittelständisches Unternehmen im Bereich technischer Dienstleistungen möchte neue datenbasierte Serviceprodukte entwickeln, hat aber kaum Kapazitäten dafür: Das Team ist vollständig mit operativer Arbeit ausgelastet. Als Teil der Innovationsstrategie wird Automatisierung als Hebel eingesetzt: Angebotserstellung, Auftragsbestätigung und Statusberichte an Kunden werden vollständig automatisiert. Das Ergebnis: 30 Prozent der operativen Kapazität werden freigesetzt. Diese Kapazität wird gezielt in die Entwicklung eines neuen Monitoring-as-a-Service-Produkts investiert, das innerhalb von acht Monaten am Markt ist.




