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digitale Souveränität.
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Low-Code bezeichnet einen Entwicklungsansatz, bei dem Anwendungen, Prozesse oder Automatisierungen überwiegend durch visuelle Konfiguration und grafische Oberflächen erstellt werden – mit minimalem, aber nicht vollständig eliminiertem Programmieraufwand. Wo die visuelle Umgebung an ihre Grenzen stößt, können Entwickler gezielt eigenen Code einfügen, um spezifische Anforderungen zu erfüllen.

Low-Code-Plattformen richten sich typischerweise an ein gemischtes Publikum: Entwickler, die schneller arbeiten wollen, und technisch versierte Fachanwender (sogenannte Citizen Developers), die einfachere Automatisierungen selbst erstellen können, ohne vollständige Programmierkenntnisse zu besitzen.

Das Entwicklungsspektrum

No-Code → Low-Code → Pro-Code

No-Code

Low-Code

Pro-Code

Zielgruppe

Fachanwender ohne IT-Kenntnisse

Zielgruppe

Citizen Developer, Entwickler die schnell bauen

Zielgruppe

Entwickler, Software-Architekten

Flexibilität

Begrenzt auf Plattformfunktionen

Flexibilität

Hoch – Code-Erweiterungen möglich

Flexibilität

Unbegrenzt

Beispiele

Zapier, Airtable, Notion

Beispiele

Make, n8n, Power Apps

Beispiele

Python, Node.js, Java

Stärken von Low-Code

Grenzen von Low-Code

Low-Code-Plattformen stoßen bei sehr komplexen, hochindividuellen oder performance-kritischen Anforderungen an ihre Grenzen. Die Abhängigkeit von einer Plattform (Vendor Lock-in) ist ein strukturelles Risiko: Wenn der Anbieter Funktionen ändert, die Preise erhöht oder den Betrieb einstellt, sind alle darauf aufgebauten Prozesse betroffen. Für kritische Unternehmensinfrastruktur sollte dieses Risiko bewusst abgewogen werden.

Praxisbeispiel

Ein Marketingteam möchte automatisch Leads aus dem Webformular in ihr CRM übertragen, eine Willkommens-E-Mail versenden und einen Vertriebsmitarbeiter per Slack benachrichtigen. Mit einer Low-Code-Plattform wie Make baut ein Fachmitarbeiter diesen Workflow in 45 Minuten: Formular-Trigger konfigurieren, CRM-Modul verbinden, E-Mail-Modul einrichten, Slack-Modul hinzufügen – fertig. Für einen komplexeren Schritt (Deduplizierung der Leads nach eigener Matching-Logik) fügt ein Entwickler einen JavaScript-Code-Schritt ein. Das Ergebnis: schnell gebaut, wartbar, erweiterbar – Low-Code mit gezieltem Code-Einsatz.

Anna Sommer

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